Startseite
    Tagebuch
    Erinnerung
    Gedicht
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Freunde
    zankapfel
    - mehr Freunde



http://myblog.de/whisker

Gratis bloggen bei
myblog.de





Einer Vorübergegangenen

Und wie du schläfst, atmest und träumst,
Wo Schatten dich jagen in sanfter Nacht.
Wie die Geister dich beschleichen,
Nicht von deiner Seite weichen,
Bis du dein Opfer vollbracht.

Du sollst vergessen, im Dunkeln der Nacht,
Nie wieder erinnern und nur vergessen.
Lösche das Blau, den Himmel, die Sterne,
Nie leuchten sie wieder in Ferne,
Die Trauer sollst du nicht messen.

Und wie dein Haar, gespenstisch schwarz,
Auf weißen Laken nur über dir liegt.
Wie die Nebel dich dann umhüllen,
Die Nacht mit Gesängen füllen,
Während der Wind dich wiegt.

Das Fenster bricht auf, sie wollen dich,
Schlage doch auf, diese schweren Lider!
Schlage sie auf und sieh im Dunkeln
Dieses einsam, verlorene Funkeln
Und du schließst sie nie wieder.

Deiner Seele beraubt, dein Zimmer wird kalt,
Dort liegt sie nun, diese weiße Hülle.
Umgeben von Schwarz, innen ist Leere.
Gestohlen, in die dunkelnde Sphäre,
Dass einst sie wieder die Liebe erfülle.

 

-whisker-

23.12.09 11:53


Werbung


Mondsüchtig

Schneeweiß, kalt, zerbrechlich und zart.
Von keinen Ketten je gehalten.
Unaufhaltsam, auf ewiger Reise,
immer wieder neu erfunden.

Unsichtbare Kraft, Anziehung hält dich
Nachts in meinen Gedanken, bei mir.
Verblassend im Chaos des Lichts.
Ich bin Mondsüchtig.

 

-whisker-

22.12.09 22:43


Einer Vorübergehenden

Die Strasse heult und rasselt fieberhaft.
Da schreitet zwischen Lärm und Gassenhauer
Ein schlankes
Weib in majestätischer Trauer,
Mit stolzer
Hand des Kleides Saum gerafft;

Geschmeidig, zart, das Bein schlank wie gemeisselt.
Aus ihrem Blick, drin
Himmel fahl und starr
Und Stürme ruhn, saug' ich, ein kranker Narr,
Leid, das berauscht, Lust, die zu Tode geisselt.

Ein
Blitz ... dann Nacht! – O schöne, flüchtige Frau,
Aus deinem
Blick strömt Kraft und Leben nieder.
Ob ich dich erst dort drüben wiederschau?

Verändert, fern! zu spät! ach niemals wieder!
Fremd mir dein Pfad, mein Weg dir unbekannt, –
Dich hätte ich geliebt, dich, die's erkannt!

C. Baudelaire

21.12.09 13:29


Wenn die Zeit kommt

Ich will unter einem Kirschbaum liegen. Die schönsten Blüten soll er im Frühjahr zu dir tragen. Im Winter bedeckt weißer Schnee das schwarze Holz. Er soll dich mit seinem Duft an mich erinnern. Das Blau scheint im Sommer durch seine Zweige, meine Augen in deinen Gedanken. Das Gras, durch welches der Wind schleicht, flüstert unsere Namen. Die Schwalben über mir singen unser Leben, singen ein Gedicht. Du wirst dort stehen und ich werde stumm weinen. In der rechten Hand hälst du eine Blume und auf einem Stein steht geschrieben: "Ich will, dass du mich liebst". Die Blume pflanzt du unter das Blau, in das Gras, welches neben dem blühenden Kirschbaum aus schwarzem Holz wächst. Du lächelst hinter deinem Schleier und ich werde es nicht sehen.

Doch jedes Jahr von neuem wird die weiße Lilie auf meinem Grab erblühen und dich zum Lächeln bringen. Ein Lächeln, welches ich nie sehen werde. 

5.12.09 19:30


Wiederkehren

Stetig wird sie wiederkehren,
Immer länger wird die Nacht,
In der sich Schatten nun vermehren
Und sich zu mir legen - sacht.

Und in weißen Laken liege ich,
Schon umhüllt von schwarzer Nacht.
Noch wache ich, doch träum ich dich,
Du legst dich zu mir - sacht.

Dann, ganz leicht, dieses sanfte Beben,
Ein Hauch in dieser kalten Nacht.
Wage nicht die Lider zu erheben,
Ich legte mich zur dir - sacht.

Ein Strahl und eines Geistes Wimmern
Mit tausend Sorgen, duchflutet die Nacht,
Näher kommt der Morgen, ein Flimmern
Und sie entgleitet mir - sacht.

Stetig wird sie wiederkehren,
Immer länger wird die Nacht,
In der sich Schatten dann vermehren
Und sich zu mir legen - sacht.

26.11.09 16:34


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung